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Der Große Bio Schmäh |
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Wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen. Allein zwischen 2006 und 2010 legte der Bioanteil im Frischesegment des Lebensmitteleinzelhandels um mehr als die Hälfte auf 306 Millionen Euro zu. Den allergrößten Teil des Kuchens sichern sich in Österreich allerdings die großen Supermarktkonzerne wie Rewe (Billa & Co.), Spar und Hofer. Die Handelsriesen mischen mit ihren Bio-Eigenmarken inzwischen den gesamten Markt auf. Das Geld, das von heimischen Haushalten im Jahr 2010 beim Bio-Einkauf ausgegeben wurde, fließt zu 91,5 Prozent in die Taschen der Supermarktriesen und Lebensmitteldiskonter. Die verbleibenden 8,5 Prozent teilen sich Bio-Läden und Reformhäuser. Wurde die ursprüngliche Idee der Bio-Landwirtschaft mit einem Bio-Schmäh von den Handelskonzernen kaputt gemacht? Ja eindeutig und dafür hat Arvay viel sehr konkrete und eindeutige Beweise gesammelt. Seine detektivischen Nachforschungen werden viele nicht gut heissen. Es gibt viele Menschen die Bio im Supermarkt kaufen wollen. Sollte auch so sein wenn es denn "Echt Bio" wäre.
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Das Verlangen nach dem “Echten-Bio” wird mit zunehmender Versupermarktung aber wieder steigen. “Echte” Biolebensmittel zu konsumieren wird daher weiterhin ein “Akt des Widerstandes” bleiben. Wenn auch Bücher wie “Der große Bio-Schmäh” die “Agrarwende” nicht unmittelbar herbeiführen, so unterstützen sie diesen Akt des Widerstandes (und damit die ursprüngliche Ökolandwirtschaft) doch, indem sie den Konsumenten helfen dem “Echten Bio” ein Stück näher zu kommen.
Wir finden das Buch sehr empfehlenswert und sind froh das es noch einige Widerstandkämpfer wie Clemens G. Arvay gibt.
Clemens G. Arvay Der große Bio-Schmäh 2012, Verlag Carl Ueberreuter, Wien ISBN 978-3-8000-7528-7 208 Seiten, fester Einband mit Schutzumschlag |
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